Arbeitskreis Traditionelle Astrologie

27. Februar 2011

ATA-Treffen Februar 2011

Bei jedem unserer Treffen gibt es bei ATA Projekt- Schwerpunkte, die von allen Teilnehmern vorbereitet und bei den Treffen ausführlich erörtert werden. Nachdem wir uns beim letzten Mal intensiv mit dem Thema Suchhoroskope befasst haben, war das Thema des gegenwärtigen Treffens die Herangehensweise bei Fragen, die Dreieckssituationen in Beziehungen betreffen. Dazu gibt es unter den klassischen Astrologen 2 vorherrschende, ganz unterschiedliche Deutungsmethoden, die sich nach unserer Erfahrung beide als stimmig herausstellten, aber nicht immer in einem Beispiel gleichzeitig anwendbar schienen.
Im Folgenden soll an einem Beispiel demonstriert werden, dass die Auswahl der Signifikatoren sowohl nach der einen (H1/H7) als auch nach der anderen Methode (H1/H5/H7) möglich ist und beide Methoden das Ergebnis bestätigen.Frage:
Kann aus der neuen Bekanntschaft eine Partnerschaft werden oder liegt meine Zukunft doch eher in der bestehenden Ehe?
28.10.2008, 11h22 MET, A- Oberndorf an der Melk, Österreich, AC auf 29°04 Schütze, Placidus

Hintergrund:
Eine verheiratete Frau mit 4 Kindern findet nach 19 Ehejahren ihre Ehe nicht mehr erfüllend. Für sie ist es eine gut funktionierende Alltagsbeziehung, mehr nicht. Zwischen ihr und dem Geliebten besteht eine starke Anziehungskraft. Sie ist sich aber seiner nicht ganz sicher, denn er ist unzuverlässig und meldet sich oft wochenlang nicht. Der Ehemann weiß davon, hält aber weiterhin an der ehelichen Beziehung fest. Die Klientin möchte wissen, ob es sich lohnt, die Ehe aufzugeben und zum Geliebten zu gehen oder doch besser bei ihrem Mann zu bleiben. Schon alleine der Kinder wegen möchte sie sich diese Entscheidung nicht leicht machen.-

Deutung nach Methode H1/H5/H7:
Zuordnung der Signifikatoren:
Die Fragestellerin – H1(Jupiter)
Der Geliebte – H5 (Venus)
Der Ehemann – H7 (Merkur)

Dass zwischen der Fragestellerin und dem Geliebten starke Gefühle bestehen, zeigt die gegenseitige Rezeption: Jupiter in der Triplizität von Venus und Venus im Domizil von Jupiter. Zwischen Venus und Jupiter gibt es aber keinen Aspekt, die beiden Planeten stehen in Aversion (in nebeneinander liegenden Zeichen).Weitere Hinweise für ein klares NEIN: 1. Mond im Leerlauf. 2. Venus steht an Spitze Haus 12: Der Geliebte geht verloren. 3. Auch ein Blick auf Konjunktionen der Signifikatoren mit Fixsternen lohnt sich: Hier steht Venus, der Geliebte, genau auf Antares, was “Das Ende der Dinge” bedeutet.
Die Nachfrage bei der Klientin ergab, dass der Geliebte sich plötzlich nicht mehr meldete und sie bei ihrem Ehemann blieb.

- Deutung nach Methode H1/H7:

Zuordnung der Signifikatoren:
Die Fragestellerin – H1(Jupiter) und Mond, Venus als weiblicher Teil
Der Geliebte: Da nach ihm zuerst gefragt wird, steht er für H7 , also Merkur
Der Ehemann : Saturn als Generalsignifikator für den betrogenen Ehemann
Da die Frage nach zwei Männern gestellt wird, ist die Sonne als “männlicher Teil” nicht zuzuordnenDie Rezeptionen aus dieser Sichtweise sind zu Gunsten des Ehemanns.
Der erste Hinweis, dass die Frau in der Ehe bleiben wird, ist das applikative Trigon von Jupiter zu Saturn.
Der entscheidende Planet ist der Mond , der auffällig in Konjunktion mit dem MC steht.
Er entfernt sich aus einer Konjunktion mit Merkur, dem Geliebten und ist zudem noch VOC. Alles bleibt wie es ist.


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